
| Freitag, 23.04.2010 14:21 0 Kommentare |

(er) Wie geht es den Frühlingsboten in den Apfelplantagen und Streuobstwiesen? Halten sie dem nächtlichen Frost stand? Zum Glück ja, die Kälte verzögert bisher nur die Blüte hinaus und hat noch keinen Schaden angerichtet. Die Knospen entwickeln sich langsam. Rote Spitzen sind bereits zu sehen. Lange kann es nicht mehr dauern, bis die Blüte da ist (Bild oben: Streuobstapfelbaum, Bild unten: Apfelbaum Plantage).
Doch nicht nur wir sehnen uns nach wärmeren Temperaturen, auch die Imker hoffen darauf. Die Bienen, die von grundsätzlicher Bedeutung für die Entstehung des Apfels sind, brauchen wärmere Temperaturen, um sich vermehren und für die Bestäubungsleistung stärken zu können.
Ca. 80 % der heimischen Blütenpflanzen werden durch Honigbienen bestäubt. Auch Apfelblüten sind auf diese Bestäubung angewiesen, um später Früchte tragen zu können. In Deutschland gibt es annähernd eine Millionen Bienenvölker, zu denen pro Volk je nach Jahreszeit 10.000 bis 40.000 Bienen gehören. Ein bis zwei Bienenvölker sind pro Hektar für die Bestäubung von Apfelblüten notwendig. Angelockt werden die fleißigen Helfer von bunten Blütenblättern und Nektar. Die Bienen saugen den Nektar aus den Blüten und bringen den Staub dann auf die Narbe einer anderen. Dabei sind die Bienen nicht anspruchsvoll: sie brauchen mindestens 13 °C, wenig Wind und auf keinen Fall Dauerregen. Dann kommen wir in den Genuss von wunderschön blühenden Obstbäumen und von leckerem Honig.
Hoffen wir also weiter auf höhere Temperaturen, damit die fleißigen Bienen endlich loslegen können.



