
| Montag, 27.09.2010 14:40 0 Kommentare |

Homer bezeichnete die Birne in seiner Odysee als „Geschenk der Götter“. Ob das an den Inhaltsstoffen liegt? Die säurearme Frucht enthält nämlich reichlich B-Vitamine, Folsäure, Kalium und den Ballaststoff Pektin, fördert somit die Verdauung und wirkt entschlackend und entwässernd. Oder liegt es am fein-süßen Aroma oder am saftigen Fruchtfleisch? Jetzt ist die beste Zeit, um das herauszufinden, denn die köstlichen Früchte mit so klangvollen Namen wie Conférence, Klapps Liebling, Williams Christ oder Gellerts Butterbirne werden nun geerntet.
Hauptsächlich werden Birnen in Europa, China, Südafrika und den USA angebaut. Botanisch gesehen gehören die aromatischen Früchte zur Familie der Rosengewächse, genau wie ihre Brüder, die Äpfel. Von dem Kernobst gibt es weltweit inzwischen mehrere tausend Sorten. Sie alle unterscheiden sich in Farbe, Geschmack und Form voneinander. Birnen können gelb, grün oder rötlich sein. Ihre Form reicht von lang und dünn bis zu gedrungen und glockenförmig. Auch das Fruchtfleisch der verschiedenen Sorten unterscheidet sich durchaus voneinander. Es kann saftig oder bissfest sein. So hat z. B. die Abate Fetel einen dicken Bauch, saftiges Fruchtfleisch und einen milden Geschmack. Die Köstliche von Charneux weist ein etwas festeres, sehr süßes Fruchtfleisch auf. Leicht würzig schmeckt Alexander Lucas. Allen gemeinsam ist ihr feiner Duft. Sind sie reif, kann man das tatsächlich „erschnuppern“. Ein weiteres Anzeichen für Reife ist ein weiches Stielende.
Birnen werden je nach ihrer Verwendung in Tafel-, Koch- oder Mostbirnen eingeteilt. Tafelbirnen, die roh gegessen werden, sollten möglichst ungeschält verzehrt werden, da auch bei Birnen die meisten Inhaltsstoffe direkt unter der Schale liegen. Zu den wertvollen Inhaltsstoffen zählen B-Vitamine, Folsäure, Kalium und der Ballaststoff Pektin.
Koch- und Mostbirnen werden zu Gelee, Trockenobst oder Obstbrand verarbeitet. Das süß-saftige Kernobst wird auch gerne zu Fruchtsaft oder -nektar veredelt. Gerade für einen empfindlichen Magen ist der säurearme Saft gut bekömmlich. Üblicherweise werden Birnen zu einem 100-prozentigen Fruchtsaft verarbeitet. Wie Apfel- und Pflaumensaft ist auch Birnensaft von Streuobstwiesen erhältlich. Daneben wird auch Birnennektar angeboten. Dieser enthält laut Fruchtsaftverordnung (Download) mindestens 50 % Fruchtgehalt.



