
| Donnerstag, 01.07.2010 13:20 0 Kommentare |
(bg) Bluthochdruck, Rauchen, bauchbetontes Übergewicht, ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung sind für 80 % aller Schlaganfälle verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kam eine kanadische Studie. Das Wichtige daran: Alle diese Faktoren könnten oftmals vermieden werden. Mit einer gezielten Vorbeugung ließe sich die Zahl der weltweiten Schlaganfälle deutlich senken, so die Autoren der Studie.
Bluthochdruck, Rauchen, bauchbetontes Übergewicht, ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung sind für 80 % aller Schlaganfälle verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kam eine kanadische Studie. Das Wichtige daran: Alle diese Faktoren könnten oftmals vermieden werden. Mit einer gezielten Vorbeugung ließe sich die Zahl der weltweiten Schlaganfälle deutlich senken, so die Autoren der Studie.
Insgesamt wurden 6.000 Personen aus 22 Ländern in die Untersuchung einbezogen, von denen 3000 bereits einen Schlaganfall erlitten hatten (Fälle) und 3000 Personen gesund (Kontrolle) waren. Durch den Vergleich der Lebensweise der Erkrankten mit den Gesunden können potentielle in der Vergangenheit liegende Einflussfaktoren auf eine Erkrankung ermittelt werden. Ein solches Studiendesign, das Fall-Kontroll-Studie genannt wird, wird häufig bei solchen Fragestellungen eingesetzt.
Um in der aktuellen Studie die möglichen Risikofaktoren zu identifizieren, wurden Fragebögen und Blutuntersuchungen durchgeführt und anschließend statistisch ausgewertet. Dabei wurde Bluthochdruck als wichtigster Risikofaktor identifiziert.
Insgesamt konnten die Mediziner zehn Risikofaktoren ausmachen, die in 90 % aller Schlaganfälle eine Rolle spielen. So sind auch Blutfettwerte, Diabetes mellitus, Alkoholkonsum, Stress und Depression sowie kardiale Ursachen verantwortlich für die Entstehung eines Schlaganfalls.
An vierter Stelle der Risikofaktoren liegt – für uns besonders interessant – eine unausgewogene Ernährung. Die Autoren der Studie haben darunter einen erhöhten Konsum von rotem Fleisch, Organen, Eiern, Frittiertem, Pizza und salzigen Snacks sowie das Kochen mit Schmalz, also kurz fett- und salzreiches Essen, zusammengefasst. Bei einer erhöhten Aufnahme von Obst und Fisch konnten die Forscher demgegenüber eine Reduktion des Schlaganfallrisikos zeigen.
Der regelmäßige Konsum von Obst wird auch von Fachgesellschaften im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung empfohlen, um eine gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sicher zu stellen. So werden in der Kampagne 5 am Tag mindestens zwei Portionen Obst sowie drei Portionen Gemüse empfohlen, wobei ein Glas Frucht- oder Gemüsesaft (200 ml) eine Portion ersetzen kann.
Quelle:
O’Donnell MJ et al. (2010): Risk factors for ischaemic and intracerebral haemorrhagic stroke in 22 countries (the INTERSTROKE study): a case-control study. The Lancet.



