
| Donnerstag, 15.03.2012 09:52 0 Kommentare |

Dass Äpfel essen und Apfelsaft trinken gut für die Gesundheit sein kann, darüber haben wir bereits berichtet. So enthält Apfelsaft Substanzen, die sich möglicherweise präventiv auf die Entstehung von kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs und Alzheimer auswirken können.
Einen umfassenden Überblick bietet das Review der California State University (September 2011) zur Wirkung von Äpfeln und Apfelprodukten. Dabei handelt es sich um eine Zusammenfassung aktueller Ergebnisse aus klinischen, in vitro und in vivo Studien, die sich in den letzten Jahren mit den Inhaltsstoffen von Äpfeln und Apfelprodukten (Apfelsaft und –extrakte) und deren möglichen gesundheitsfördernden Eigenschaften befasst haben. Wir starten heute mit einer Blog-Serie, in der die Ergebnisse des Reviews im Detail vorgestellt werden.
Das Zusammenspiel zwischen Ernährung und der Entwicklung von Krankheiten ist komplex und so sind in den letzten Jahren vermehrt einzelne Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse untersucht worden, um ihre spezifische Rolle in der Prävention und Reduzierung des Krankheitsrisikos zu erforschen. Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass biologisch aktive Substanzen in pflanzlichen Lebensmitteln, vor allem sekundäre Pflanzenstoffe ein hohes Potential haben, Prozesse bei der Entwicklung verschiedener Krankheiten zu beeinflussen. Dabei hat sich gezeigt, dass vor allem Polyphenole, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen, eine entscheidende Rolle spielen.
Das Review zeigt, dass in den letzten Jahren der Fokus vieler aktueller Studien auf der Entstehung und Vermeidung von oxidativem Stress lag, welcher bei der Pathogenese vieler Erkrankungen von Bedeutung ist. Polyphenole scheinen in der Lage zu sein, durch ihre antioxidativen Eigenschaften freie Radikale unschädlich zu machen und oxidativen Stress zu reduzieren. Dadurch werden oxidative Schäden vermieden, die als auslösender Faktor für verschiedene chronische Krankheiten vermutet werden.
Ebenfalls scheinen Äpfel und Apfelprodukten eine protektive Wirkung auf die Lunge auszuüben. Umwelt- und Lebensstilfaktoren führen zu oxidativem Stress, dieser aktiviert wiederum Mediatoren, die bei der Entwicklung von Asthma eine wichtige Rolle spielen. Auch hier scheinen Polyphenole durch ihre antioxidativen Eigenschaften der Entstehung von Asthma entgegen zu wirken.
Ein weiteres breites Forschungsfeld befasst sich mit der Wirkung von Inhaltsstoffen aus Äpfeln und Apfelprodukten und der Entstehung verschiedener Krebserkrankungen. In Versuchen mit Ratten, zeigte sich durch den Konsum von Apfelsaft eine Reduzierung von DNA-Schäden, Markern der Krebsentstehung und Hyperproliferation. In Bezug auf die Schutzwirkung vor Lungen- und Darmkrebs liefern zahlreiche Studien vielversprechende Ergebnisse.
Andere vermutete zellregulatorische Wirkungen sind Einflüsse auf Zellproliferation, Apoptose, Zelldifferenzierung, Thrombozytenaggregation und Lipid-Zell-Adhäsion.
Worauf die Wirkung der Polyphenole beruht und wie sicher diese Ergebnisse sind, wird das juice-news Team in den nächsten Wochen vorstellen.
Quelle: Hyson D. A. (2011): A Comprehensive Review of Apples and Apple Components and Their Relationship to Human Health; Adv. Nutr. 2: 408-420
Foto: Barbara Pheby – Fotolia.com



