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Rubrik: Fruchtsaft
Mit dem Smartphone dem Streuobst auf der Spur
Montag, 05.09.2011 14:38
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(ni) In Baden-Württemberg bekommt der Begriff „heimische Herkunft“ eine neue digitale Bedeutung. Denn hier kann man seit kurzem mit dem Smartphone oder im Internet die Apfelbäume finden, aus denen der gekaufte Apfelsaft hergestellt wurde. 

Die wachsende Beliebtheit von Fruchtsäften aus heimischen Streuobstbeständen ist für die mittelständischen Keltereien in Baden-Württemberg ein wichtiger regionaler Vorteil insbesondere im Vergleich zu nationalen Angeboten. Um diesen Vorteil noch besser zu nutzen, haben sich fünf namhafte Fruchtsaftkeltereien dazu entschlossen, unter dem Dach des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. ein Projekt zu starten, bei dem Verbraucher ganz bequem im Internet oder noch im Verkaufsraum mit dem Smartphone die Herkunft des Saftes erkennen kann.

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Seite www.saft-mit-heimat.de. Ganz bequem funktioniert die Herkunftssuche mit dem Smartphone: Auf den Flaschen befindet sich ein so genannter QR-Code, der mit dem Handy eingescannt werden kann. Es erscheint ein Eingabefeld, in dem man Produktname, Packungsgröße und Mindesthaltbarkeitsdatum auswählt und schon wirft die Software eine Landkarte aus, auf der genau ersichtlich ist, aus welchem Gebiet die Früchte des jeweiligen Saftes stammen. Je nach Hersteller ist dies ein Umkreis von wenigen Kilometern um den Betrieb. Natürlich funktioniert das Ganze auch ohne Smartphone direkt auf der Seite www.saft-mit-heimat.de. Hier gelangt der Verbraucher ebenso zu den Eingabefeldern und mit einem Klick wird auch hier der Kartenausschnitt mit dem Erntegebiet angezeigt.

Möglich ist das Ganze, weil die Keltereien die Namen und Anschriften der Lieferanten erfassen. Bei Bio-Säften müssen auch alle Parzellen mit erfasst werden. Aus diesen Daten wird dann für jede Charge eine Liste der Lieferanten erstellt, die anschließend auf eine Landkarte übertragen wird. Diese wird dann dem entsprechenden Abfülldatum zugeordnet und kann durch Software angezeigt werden.

Die fünf Keltereien haben damit Pionierarbeit geleistet und sind sich sicher, beim Verbraucher damit punkten zu können.

Die juice news Redaktion wünscht den Keltereien viel Erfolg mit dem Projekt.